Die drei Ebenen des Menschen und ihre Erkrankungen

Bereits Hahnemann war das Zusammenwirken von Körper, Psyche (Seele) und Geist in jedem lebenden Organismus eine Tatsache.

Heutzutage gibt es einen eigenständigen Zweig, die Psychosomatik, aber homöopathisch betrachtet ist nahezu jede Erkrankung eine psychosomatische, so dass dieser Zweig der Medizin aus der Sicht der Homöopathie überflüssig ist.
Wir finden nur sehr wenige Menschen mit andauernder/chronischer Erkrankung oder Schmerzzuständen, die einen wirklich gesunden Zustand der Gemüts- o. Geistesebene aufweisen können.

Was ich Ihnen vermitteln möchte ist Folgendes:

Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Diese drei Ebenen sind untrennbar miteinander verbunden.
Der kranke Mensch soll in seinem ganzen Wesen, seiner Würde ernst genommen werden. Der Mensch muß behandelt werden und nicht die Krankheit oder ein einzelnes Organ.

Werden Krankheiten der körperlichen Ebene immer wieder mit Medikamenten unterdrückt, die nur die Symptome hinwegnehmen, aber nicht das Übel an der Wurzel packen und die Störung selber beheben, so wandern sie nach und nach in tiefere Schichten des Krankseins. Zuerst bleibt das Problem noch auf der körperlichen Ebene, aber die Art der Krankheit verschlimmert sich.


Zur exakteren Erläuterung ein Beispiel:

Wenn einem Grundschulkind die Polypen entfernt werden, erwartet man eine Verbesserung der Atmung und der Gesundheit nach der Operation. Stellt sich aber wenige Tage später ein Asthma ein, dann wurde das Problem auf eine tiefer liegende Ebene des Krankseins verschoben.

Denn nun muss das Kind, wenn es keine gute, die Ursache angehende und damit heilende Behandlung erhält, sich bei jedem Asthmaanfall eine Medizin sprayen, die für diesen Moment die Bronchien erweitert und sie wieder atmen lässt; das ist in diesem Augenblick sehr von Nutzen und zu bejahen.
Die Krankheit selber wird aber weiter bestehen und möglicherweise ihre Folgen in den Atemwegen hinterlassen. Die vorher bestehenden Polypen waren da ein viel harmloseres Symptom.

In solchen Fällen ist der Zusammenhang offensichtlich und fällt auch den Eltern sofort ins Auge. In anderen Fällen aber ziehen sich Symptom-Vernetzungen oft über viele Jahre hin und werden nicht miteinander in Verbindung gebracht.

Es gibt viele nicht gewollte und nicht erkannte Verschiebungen von Erkrankungen des Körpers in tiefere Körperebenen und auf die psychische und geistige Ebene. Kann eine körperliche Krankheit niemals ausheilen, dann kann es im weiteren Lebensverlauf zu tiefer liegenden Problemen kommen, gemeint sind hier solche Störungen wie Angstzustände, enorme Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Gewalttätigkeit, Zwangshandlungen, und viele Leiden mehr bis hin zum Suizid. Natürlich muß ein bestimmter genetischer Hintergrund vorliegen, wenn so schwere Krankheitszustände erreicht werden. Nicht jeder bekommt Angstzustände oder nimmt sich das Leben.

Wenn wir uns nun einmal vor Augen führen, wie sehr eine Angst das Leben eines Menschen einzuschränken vermag, dann kann das folgende Auswirkungen haben:

Jemand mit großer Angst vor Dunkelheit geht nur noch bei Tageslicht aus dem Haus – kann nur beschränkt über seine eigene Zeit verfügen, verliert evtl. gesellschaftliche Kontakte.
Ein Mensch hat Angst vor dem anderen Geschlecht – bleibt das ganze Leben allein, fühlt sich einsam, hätte vielleicht gerne eine Familie gegründet.
Ein anderer hat Angst vor Neuem und Unbekanntem – bleibt immer in dem, was bereits besteht, verändert nichts. Mal abgesehen davon, was diesem Menschen entgehen mag – was geschieht wohl, wenn diese bekannte Welt durch Tod anderer oder Arbeitsplatzverlust zusammenbricht?
Es gibt Menschen die verlassen das Haus aus Angst überhaupt nicht mehr, obwohl sie körperlich gesund sind und oft noch gar nicht alt.
Angst den Anforderungen nicht zu genügen, z.B. zu „dick“, zu „dumm“ zu sein . Dann wird bisweilen bis zum Tode gehungert oder viele Talente und Fähigkeiten schlummern ungenutzt.

Allerdings gibt es auch viele Menschen, die ohne eine gravierende körperliche Pathologie und deren Unterdrückung diese Zustände oft schon in jungen Jahren erreichen.
Als Beispiel wären da das „Aufmerksamkeits - Defizit - Hyperaktivitäts - Syndrom (ADHS, welches oft mit Ritalin medikamentiert wird, bzw. neueren Produkten) oder Angstzustände bei Kindern. Auch für diese Menschen hält die Klassische Homöopathie Arzneimittel bereit, die gestörte Harmonie wieder herzustellen.


Alle Seiten zum Thema Klassische Homöopathie:
>> Wann - und wem die Klassische Homöopathie helfen kann (1)
>> Samuel Hahnemann und die Entdeckung der Homöopathie (2)
>> Das Prinzip der Ähnlichkeit oder „Similia similibus curentur“ (3)
>> Die homöopathischen Arzneimittel (4)
>> Die Arzneimittelprüfung (5)
>> Die Lebenskraft - wie Krankheit entsteht (6)
>> Was ist Heilung (7)
>> Die drei Ebenen des Menschen und ihre Erkrankungen (8)
>> Vorteile & Grenzen der Homöopathie, Homöopathie in Aktion (9)
>> Links & Buchtipps zum Thema (10)




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